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09.10.2017 - Neues Projekt iV2X gestartet

 

Im Projekt iV2X - Integrierte Betrachtung Fahrzeugkommunikation erarbeitet das IVM derzeit gemeinsam mit den beiden Fraunhofer-Instituten FOKUS (Institut für Offene Kommunikationssysteme) und IVI (Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme) für die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWEB) im Rahmen des Digitalen Testfeldes Stadtverkehr eine Konzeption für Intelligente Verkehrssysteme (IVS). Im Mittelpunkt steht dabei die zukunftsfähige Ausgestaltung und der wirtschaftliche Betrieb von Infrastrukturen für die Fahrzeug-zu-X-Kommunikation (V2X) vor dem Hintergrund alternativer (WLAN- oder mobilfunkbasierter) Technologiepfade.

Dabei werden die städtischen Handlungsoptionen für die Ausschöpfung von IVS-Potenzialen unter Berücksichtigung technischer und ökonomischer Aspekte aufgezeigt. Im Rahmen des Projektes werden dazu methodische Ansätze des Technologiemanagements für die Anforderungsanalyse von Anwendungen, die Bewertung alternativ einsetzbarer Kommunikationstechnologien und die Unterstützung strategischer Entscheidungen herangezogen. Wichtige Teilaufgaben hierbei umfassen:

• die Herausarbeitung charakteristischer IVS-Anwendungsklassen und ihrer jeweiligen Anforderungen an die Kommunikation,
• die Bestimmung geeigneter Metriken zur Bewertung von Technologievarianten und deren Durchführung,
• die Herleitung plausibler und konsistenter Technologieeinführungsszenarien für IVS und
• die Abwägung der Vor- und Nachteile verschiedener Varianten der IVS-Infrastrukturbereitstellung in Anbetracht dieser Szenarien.

V2X StakeholderDer Schwerpunkt der Arbeit des IVM im Projekt liegt auf dem letzten Punkt. Hierfür werden vergleichende Kostenanalysen durchgeführt, deren Ziel es ist, die jeweils bestimmenden Kostenblöcke und -faktoren zu identifizieren, eine Zuordnung zu den beteiligten V2X-Stakeholdern vorzunehmen und aus dem Vergleich von Kostenniveau, -struktur und -verläufen Rückschlüsse über die Vorteilhaftigkeit in alternativen Einführungsszenarien zu ziehen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wer die Bestandteile der Gesamtsystemkosten direkt oder indirekt finanziert. Wo es möglich ist, sollen primäre Kostenbestandteile für das Referenzgebiet Berlin mit Hilfe von Lebenszyklus-Rechnungen quantifiziert werden. Die Ergebnisse der Kostenanalysen fließen schließlich in die Bestimmung geeigneter Betreibermodelle für die benötigte Roadside-Infrastruktur ein. Hierfür werden traditionelle und innovative Konzepte der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung unter Berücksichtigung der Kostenbeteiligungsmöglichkeiten der verschiedenen V2X-Stakeholder untersucht.

Das Projekt wird voraussichtlich Ende 2017 abgeschlossen.