Mobilität 2025: Koexistenz oder Konvergenz von IKT für Automotive?


20150910 Studie IKT-Mob Szenarien rVW Die Studie „Mobilität 2025: Koexistenz oder Konvergenz von IKT für Automotive?“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Vodafone Stiftungslehrstuhl der TU Dresden und dem ifak Institut für Automation und Kommunikation e. V. im Auftrag des VDE erstellt und im Januar 2016 im BMWi in Berlin vorgestellt. Die Studie wurde inhaltlich durch einen Beirat - bestehend aus BMW, Continental, DLR, Innoman, Siemens, Toyota, VDE, Vodafone und Volkswagen - begleitet. Ein Schwerpunkt lag insbesondere auf der Bestimmung der Anforderungen, welche die Vernetzte Mobilität an die Fahrzeuge sowie die Verkehrs- und die Mobilfunkinfrastruktur der Zukunft stellen wird, dar. Dabei sollten vor allem folgende Fragen beantwortet werden:

Wie sehen die Szenarien der IKT-Vernetzung für Mobilität im Jahr 2025+ aus?
Welche UseCases werden bestimmend sein?
Wer sind die Treiber der weiteren Entwicklung: die Fahrzeugindustrie oder die Informations- und Kommunikations- (IKT)-Branche?
Welche wesentlichen Handlungsfelder bereiten uns auf diese Szenarien vor?

Der Schwerpunkt des Arbeitspaketes des IVM lag dabei auf der wissenschaftlichen Erarbeitung von Mobilitätsszenarien für das Jahr 2025 und darüber hinaus. Diese Mobilitätsszenarien stellten die Grundlage für die von ausgewählten Use Cases abgeleiteten Anforderungen und Handlungsempfehlungen für alle Beteiligten im Mobilitätssektor dar. Neben den technologiegetriebenen Themenfeldern Sicherheit und Verfügbarkeit, Kommunikationstechnologien und -netzstrukturen sowie Standardisierung werden zusätzlich die grundlegend wirkenden Bereiche „Gesellschaft und Recht“ sowie „Wertschöpfung und Innovation“ thematisiert.

Die wichtigsten Handlungsfelder umfassen:IKTfM-BereicheHandlungsfelder

  • die gemeinsame Bewältigung komplexer, disziplin- und branchenübergreifender Herausforderungen durch einen strategischen Dialog aller Stakeholder
  • die Erarbeitung einer klaren politischen Gesamtstrategie für IVS mit einem Zielsystem, Prioritäten und Umsetzungs-Roadmaps
  • die Anpassung und Harmonisierung rechtlicher Bestimmungen im Verkehrsrecht
  • die Schaffung von Klarheit im Umgang mit Mobilitätsdaten durch Anpassungen und Harmonisierungen im Datenschutzrecht
  • die gemeinschaftliche Erarbeitung funktionsfähiger Geschäftsmodelle durch privatwirtschaftliche Akteure und die öffentliche Hand
  • die Koordination der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten von Wirtschaft, Forschungseinrichtungen und Hochschulen sowie die Bündelung in Spitzenforschungsclustern
  • die Verbesserung der Gründungsbedingungen für Mobilitäts-Start-ups und eine stärkere Fokussierung der Innovationsförderung auf KMUs
  • Anonymität in der Kommunikation bzw. Verschlüsselung vertraulicher Informationen und
    • im Szenario „Koexistenz“ eine komplementäre Nutzung von Kommunikationstechnologien (Ausbau von WLAN für die Kommunikation zwischen Fahrzeugen, mit Infrastrukturelementen und anderen Verkehrsteilnehmern; Ausbau von Mobilfunk für die infrastrukturelle breitbandige Basisvernetzung und für digitalen Broadcast zur effektiven Verteilung von Verkehrsdaten)
    • im Szenario „Konvergenz“ Ausbau von 5G als flexibles, integriertes Kommunikationssystem mit sehr niedriger Latenz sowie sehr hoher Datenrate und Zuverlässigkeit
  • konsistente, technologieübergreifende Datenspeicherung und -haltung, Nutzung offener, standardisierter und technologieunabhängiger Schnittstellen, Daten- und Nachrichtenformate
  • Berücksichtigung relevanter Technologietrends wie Virtualisierung der Verkehrsinfrastruktur und cloudbasierten Anwendungen, Big Data und Fahrzeugautomatisierung
  • technologieübergreifende Standardisierung für IVS, insbesondere die Spezifikation von Nachrichtenformaten unabhängig von der Kommunikationstechnologie, sowie Harmonisierung der Standards aus verschiedenen Domänen und Technologiebereichen

 Die Studie ist über folgenden Link abrufbar.

 

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